Werkeauswahl von AKM e.v. zum Thema "Landschaften"

  • "Nachtlandschaft 2021-6" von Markus Redert


    Kunstwerk

    Der Name der Fotografie mit den Maßen 40x60 cm lautet "Nachtlandschaft 2021-6", was bereits darauf schließen lässt, dass es sich um ein Werk aus einer Reihe handelt. Die Fotografie entstand in diesem Jahr. Sie ist Teil seiner langjährigen Arbeit „Nachtlandschaften“. In ihr hinterfragt er die Beziehung des Menschen zu der ihn umgebenden Naturlandschaft. Mittels spezieller Lichtführung wird der Blick des Betrachters gelenkt, unwichtiges versinkt im Dunkeln, Selbstverständliches und Gewöhnliches werden mit ungewohnter Deutlichkeit wahrgenommen und ermöglichen ein intensiveres Sehen und Reflexion über die Natur und unsere Verbindung zu ihr. Die Aufnahme entstand in unmittelbarer Nähe zu dem Ort, wo nun auch die Exponate ausgestellt werden.

    Künstler

    Der Neben seiner Ausbildung als Krankenpfleger und Werbefotograf absolvierte Markus Redert auch ein Studium der visuellen Kommunikation und Fotodesign in Bielefeld. Der freiberufliche Fotodesigner und macht freie Kunstprojekte und Ausstellungen und erhielt mehrere Auszeichnungen für seine Arbeit.

  • "Am Walrand" von Mircea Handabura


    Kunstwerk

    Die Ausgestellte Arbeit ist eine von einer Serie von 10 Arbeiten mit dem Titel " am Waldrand". Es handelt sich um Acryl und Bims auf Leinwand aus dem Jahr 2020. Das Werk ist mit den Maßen 30x25 cm relativ klein im Vergleich zu dem hier ausgestellten Druck.

    Unser Gedächtnis sammelt Sinneseindrücke, Bilder, Emotionen in jeder Lebensstation. Die Diversität und oftmals auch die Gegensätze in seiner eigenen Lebensreise, drücken sich in der Kunst von Mircea aus. Seine Werke werden nicht von einem fremderschaffenen Stil dominiert; vielmehr leiten ihn Neugier und Experimentierfreude zu immer neuen Methoden der Bildproduktion und -bearbeitung. Die Herangehensweise an ein neues Gemäldeprojekt lehnt er an die verschiedenen Stufen eines Architekturprojektes an. Durch seine langjährige Erfahrung als Architekt sind ihm die verschiedenen Stadien von der Skizze über den Entwurf bis hin zum fertigen Objekt mehr als vertraut. Die Konstante in seinen Bildern dabei ist das Unerwartete, welches im Spannungsfeld von figurativer und abstrakter Kunst entsteht. Die Abstraktion in der Malerei von Mircea verweist auch auf seine Beschäftigung mit konkreter Kunst. Dadurch wird Malerei für ihn zu einem Mittel der Erfahrungssammlung, nicht nur der bloßen Erfahrungswiedergabe. Er wird selbst zu einem Betrachter und Erforscher der Wirkungen von Farben und Flächen. Malerei als Erfahrung. Auch beschränkt sich das Erschaffen eines Bildes nicht nur auf das Auftragen von Farben auf eine Leinwand. Das Abtragen, das Freilegen älterer Schichten wirkt als Gegenpol. Hier zeigt sich wieder der Bezug zur Architektur: Wie von einer Hausfassade wird Farb- Putz abgetragen. Durch Zerstörung wird Neues erschaffen, das Zeugnis verborgener, unterer Schichten gewürdigt und dem Kontrast ein weiteres Mal ein besonderer Wert verliehen. Mircea verwendet gerne Acryl – , Öl - und Aquarellfarben und experimentiert darüber hinaus mit Digitalen Medien.

    Künstler

    Mircea Handabura ist Architekt und Maler. Er hat zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen rund um Koblenz und den Rhein mitgemacht .

  • "Landschaftsfragment 2021-5-2" von Elisabeth Hansen


    Kunstwerk

    Der Titel des Werkes lautet „Landschaftsfragment 2021-5-2“. Dabei handelt es sich um Mischtechnik auf Zeichenkarton mit den Maßen 48x60 cm und stammt aus diesem Jahr. Ausgehend von einer intensiven Auseinandersetzung mit mannigfachen Naturphänomenen, einer genauen Beobachtung und dem detaillierten Erspüren dessen, was sich hinter der Oberfläche verbirgt, erwachsen Formen und strukturelle Zusammenhänge, die neue Wahrnehmungen zugänglich machen. Sie lenken den Blick in die Tiefe, auf das Detail, das Unscheinbare und oftmals Unbeachtete, als Ausschnitt eines großen Ganzen. Elemente aus Malerei, Zeichnung und unterschiedlichste Materialeinbindungen fungieren als Impulsgeber. Sie verschmelzen miteinander und entfalten eine lebendige Interaktion auf der Fläche. Aus diesem Spannungsfeld einer freien, gestischen Malerei und dem detaillierten Erfassen feingliedriger Lineaturen und Strukturen brechen immer neue Gestaltelemente aus dem Bildinneren hervor, vernetzen und verdichten sich, wollen sich fortsetzen und weitere Bildgründe sichtbar machen. Zufälliges und bewusst Geplantes stehen dabei in einem intensiven Wechselspiel und beeinflussen sich gegenseitig.

    Künstlerin

    Elisabeth Hansen wurde in Marburg geboren und studierte Kunst an der Johannes-zu-Gutenberg-Universität in Mainz. Sie hat an vielzähligen Ausstellungen mitgewirkt und eigene Ausstellungen durchgeführt. Viele ihrer Arbeiten befinden sich in privatem und öffentlichem Besitz.

  • Uli Westerfrölke


    Kunstwerk

    Von der Zeichnung kommend, hat Uli Westerfrölke fast 40 Jahre mit kinetischen Metall-Objekten im öffentlichen Raum gearbeitet. Linie, Fläche, Punkt und damit auch der umschriebene Zwischenraum sind seine Gestaltungsmittel. So ist es nicht verwunderlich, dass er im Rauschen visueller Eindrücke vorwiegend grafische Strukturen wahrnimmt. Auf Grund der Physiognomie des Auges, der Bereich zum scharf sehen ist nur ca. 2 mm groß, muss das Auge hin- und herspringen. Dafür braucht es eine gewisse Zeit. Die Gegebenheiten des betrachteten Bildes rhythmisieren den Blick des Künstlers - was er sieht sind sozusagen Partituren - visuelle Musik. Mit Foto- und Video- Kamera sammelt er diese Momente ein.

    Künstler

    Uli Westerfrölke studierte an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und erhielt 2002 einen Lehrauftrag an der École des Beaux Arts in Toulon einen Lehrauftrag. Neben zahlreichen Projekten im öffentlich Raum erhielt Westerfrölke diverse Auszeichnungen. 

  • "Festung" von Andreas Bruchhäuser


    Kunstwerk

    Das Öl-Acryl Gemälde auf Leinwand trägt den Titel „Festung“. Es ist 100x130cm groß. Die dargestellte Arbeit ist die Umwandlung eines Landschafts-Raumes, in einen abstrakten Raum mittels informeller Malerei. Erstellt wurde das Bild pleinair. Auch wenn die Pleinair-Malerei schon Abstraktionsmittel einsetzt, ist hierbei der stoffliche Charakter der sichtbaren Landschaft gewollt. Beim informellen Raum wird die stoffliche Illusion verlassen und dieser lediglich durch Licht, Farbe und Struktur erklärt, in Anlehnung an den bekannten Natur-Raum. Dies schafft sowohl Vertrautheit als auch Irritation und fordert daher eine beständige Bewältigung beim Betrachten.

    Künstler

    Andreas Bruchhäuser begann 1981 ein Kunststudium an der Städelschule in Frankfurt bei Prof. Bayrle und wechselte von 1982 – 1986 an die Kunstakademie Düsseldorf zur Klasse von Prof. Rissa. Das Informel ihres Mannes K.O. Götz prägte seine Bildsprache hauptsächlich in der figürlichen Malerei und im Portrait. Im Verweben von Vordergrund und abstraktem Hintergrund zu einem einzigen malerischen Akt, bei gleichzeitiger Wahrung des Plastisch-Gegenständlichen, gewinnt seine Malerei einen singulären Rang. Auch hat er sich schon während des Studiums, entgegen der in dieser Zeit vorherrschenden Strömung in der bildenden Kunst, mit der Landschaft als Thema für seine Bildideen auseinandergesetzt, insbesondere in der Technik des Pleinair mittels Pastellmalerei.