Werkauswahl von ark e.v. zum Thema "Landschaften"

  • "Flusslandschaft" von Werner Müller


    Kunstwerk

    Das Werk von Werner Müller lautet "Flusslandschaft" und ist im Jahr 2020 entstanden. Bei dem Originalwerk handelt es sich um Öl auf Leinwand, mit einer Größe von 100 x 150 cm. Das Motiv stammt aus einer Reihe von Arbeiten zum Thema Nebellandschaften. Die Werke von Werner Müller erinnern an die Werke Caspar David Friedrich und spiegeln einerseits die Nähe des Malers zur Natur wieder und lassen andererseits einen Blick Inneres erahnen. Hohe Symbolkraft und fein gearbeitete Werke verbinden die Auseinandersetzung mit Landschaft und dem Seelenleben miteinander. 

    Künstler

    Werner Müller wurde in Zerf geboren und widmete sich der Kunst im Selbststudium. Seit 1988 ist er tätig im Ausstellungsbereich. Im Zuge seiner Arbeit erhielt er diverse Förderungen und Preise. 

  • "Horizonte III" von Aloys Rump


    Kunstwerk

    Der Titel des Bildes lautet Horizonte III und es stammt aus diesem Jahr. Die eigentlichen Maße des Bildes sind 120x160 cm. Es handelt sich um Mischtechnik auf Leinwand. Vor etwa 20 Jahren gab es schon mal eine kleine Werkgruppe mit dem Titel „Horizonte“. Am Beginn der Pandemie wollte Aloys Rump etwas Helles in dunkler Zeit machen. Und so malte er neue „Horizonte“. Wie viele seiner Arbeiten oszillieren sie zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Hierzu ein Zitat von Dr. Markus Bertsch aus dem Katalog der Hamburger Kunsthalle „Vom Zittern der Zeit“ im Jahr 2019. „…die Werke von Aloys Rump führen uns eindrücklich vor Augen, wie intensiv das Erlebnis von Kunst sein kann. So erfahren wir während der Betrachtung immer wieder aufs Neue, was Sehen bedeutet.“

    Künstler

    Aloys Rump wurde in Boppard geboren und besuchte die Kunstakademie Düsseldorf bei Peter Brünig und Gerhard Richter sowie die Hochschule der Künste Berlin bei Fred Thieler.

  • "Reflex" von Franziskus Wendels


    Kunstwerk

    Die Zeichnung „Reflex“ ist eine Studie zum Thema Landschaft. Sie ist farblich und formal äußerst reduziert.  Man sieht 3 graue Flächen, einen heller Punkt und eine helle Linie und hat doch die Assoziation einer Landschaft. Kein Detail konkretisiert den Ort der gemeint sein könnte. Vielmehr zwingt die äußerste Reduktion den Betrachter das Bild selber zu erzeugen und mit Leben zu füllen. Schaut man auf einen Berg der an einem Fluss oder einen See liegt? Oder ist die dunkle Fläche in der Mitte nur eine Wolkenformation? Wie funktioniert die Spiegelung? Wo steht man als Betrachter? Das Bild selber bleibt mehrdeutig, stellt Fragen ohne Antworten zu geben. Das Thema Raum beschäftigt Franziskus Wendels seit vielen Jahren. Er versteht es als Metapher unseres Bewusstseins. Ihn fasziniert, dass wir unser Leben fast immer mit räumlichen Bildern und Begriffen beschreiben. Wir sprechen z.B. von „Weite“, „Tiefe“, „Enge“ und „Höhe“ wenn wir uns oder unser Seelenleben beschreiben. Wir sprechen von unseren Standpunkten“, unserer „Perspektive“ und unserem „Horizont“ wenn wir unser Verhältnis zur Welt beschreiben. Kunst die sich mit dem Thema Raum und Landschaft auseinandersetzt, berühren all dies. Die Verbindung all dieser Gedanken und Begriffe spiegeln sich im Werk wieder. 

    Künstler

    Franziskus Wendels wurde in der Eifel geboren. Nach seinem Abitur machte er eine Bäckerlehre und absolvierte den Zivildienst. Danach studierte er erfolgreich Bildende Kunst und Katholische Theologie in Mainz und an der Ecole des Beaux Arts in Montpellier sowie Philosophie und Kunstgeschichte an der FU Berlin. Im Laufe der Jahre erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Arbeitsstipendien.

  • Ohne Titel von Isa Steinhäuser


    Kunstwerk

    Die Aufnahme entstand im Boppard Hamm. Die Landschaftsaufnahmen des Mittelrheintals sind nun schon seit vielen, vielen Jahren die Leidenschaft der Fotografin. Es ist immer ihr Wunsch, die einzigartige Atmosphäre des Tals einzufangen. Isa Steinhäuser wandert dort durch die Gegend, auch zu den unmöglichsten Zeiten und hält immer ihre Augen offen. Das Bild ist eine klassische Fotografie und keine Montage. Es war so, wie es auf dem Bild aussieht. Das Mittelrheintal besticht aber nicht nur durch seine Landschaft, sondern auch die ganzen Geschichten, ob wahr oder nicht, die sich hier abgespielt haben sollen. Der Vater Rhein ist mächtig, die Felsen schroff und die Sagen manchmal etwas grausam. Isa Steinhäuser findet, dass der Besucher des Tals dies in allen Poren fühlt und hofft, einen Teil dieses Gefühls mit ihren Fotografien zum Ausdruck zu bringen.

    Künstlerin

    Isa Steinhäuser wurde in Madrid geboren und machte ihre Ausbildung zur Fotografin in Genf und Koblenz. Seit 1993 ist sie als selbstständige Werbefotografin tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Kunstfotografie und sie nimmt mit ihren Werken an Gruppenausstellungen teil, gestaltet aber auch Einzelausstellungen im In- und Ausland.

  • "Querdenken" von Julja Schneider


    Kunstwerk

    Ein Mensch steht quer - oder liegt der Betrachter / die Betrachterin vielleicht falsch? Die Fotomontage "Querdenken" spielt mit der Wahrnehmung, die durch eine Drehung um 90 Grad regelrecht "auf den Kopf gestellt" werden kann. Die Fotografie zeigt Felsformationen aus dem Elbsandsteingebirge in Sachsen. Die Arbeit ist eine Zusammenarbeit von Julia Schneider und Harald Neumann, die unter dem Namen "Neuschnee" seit 2019 Bilder und Geschichten entwerfen.

    Künstlerin

    Der Auslöser für Schneiders Kunst ist die lyrische Beschreibung der Welt. Die Texte der Künstlerin bilden die Grundlage ihrer Arbeiten, sie erscheinen und werden ergänzt durch Zeichnungen, Malerei, Fotografie und gedruckte Elemente. Thematisch treffen solide Alltagsbeobachtungen auf innere Welten und Traumfragmente. Das Haustier trifft eine politische Aussage, das surreale Monster pocht auf die Einhaltung gesellschaftlicher Regeln. Und so sorgen die formalen und inhaltlichen Verschiebungen für Spannung und Humor. In Harald Neumanns freien Fotoarbeiten stehen subtile Natur- und Alltagsbeobachtungen im Mittelpunkt. Dabei sind der ästhetische Blick und das genaue Beobachten einer Situation und das Gefühl für den richtigen Zeitpunkt der Aufnahme wichtige Zutaten. Er arbeitet seit über 15 Jahren als freischaffender Fotograf.